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Real Madrid

Offizielle Pressemitteilung

08/05/2021

In Bezug auf die Pressemitteilung, die am 7. Mai von der UEFA bezüglich der Super League herausgegeben wurde, und die Position, die 9 ihrer Gründervereine eingenommen haben, erklären FC Barcelona, Juventus und Real Madrid Club de Fútbol folgendes:

(I) Die Gründungsvereine der Super League wurden - und werden weiterhin - unter Druck gesetzt, bedroht und beleidigt, um das Projekt und ihre Verantwortung und ihr Recht, Lösungen für das Fußball-Ökosystem durch konkrete Vorschläge einzubringen, die aus einem konstruktiven Dialog resultieren, aufzugeben. Dies ist in einem Rechtsstaat inakzeptabel und die Gerichte haben sich bereits zum Projekt der Super League geäußert und die FIFA und die UEFA angewiesen, keine Maßnahmen zu ergreifen, die die Gründungsvereine bestrafen oder sich gegen die Super League richten könnten, sei es direkt oder über ihre angeschlossenen Institutionen, solange das Gerichtsverfahren läuft, und damit den guten Willen des Projekts anerkannt.

(II) Das Projekt der Super League wurde von den 12 Gründungsvereinen gemeinsam konzipiert:

a. mit dem Ziel, Lösungen für die unhaltbare Situation zu finden, in der sich die Fußballfamilie derzeit befindet; die 12 Gründungsvereine sowie verschiedene Akteure des europäischen Fußballs haben ihre tiefe Besorgnis über die derzeitige sozioökonomische Situation zum Ausdruck gebracht und sind der Ansicht, dass es unerlässlich ist, strukturelle Reformen durchzuführen, um die Nachhaltigkeit unseres Sports zu gewährleisten. Aus diesem Grund haben die 12 Gründungsvereine am 18. April dieses Jahres ihre Bereitschaft erklärt, die Super League ins Leben zu rufen und einen Kommunikationskanal mit der UEFA und der FIFA einzurichten, in einem konstruktiven Geist der Zusammenarbeit zwischen den Parteien, wie ihnen an diesem Tag mitgeteilt wurde;
 
b. mit größtmöglichem Respekt vor den aktuellen Strukturen des Fußballs und seinem Ökosystem; in diesem Zusammenhang haben die Gründungsvereine ausdrücklich vereinbart, dass die Super League nur dann stattfinden wird, wenn ein solcher Wettbewerb von der UEFA und/oder der FIFA anerkannt wird oder wenn er aufgrund der geltenden Rechtsordnung als ein Wettbewerb anerkannt wird, der in jeder Hinsicht mit der Kontinuität der Gründungsvereine in ihren jeweiligen nationalen Wettbewerben vereinbar ist. Die UEFA und die FIFA haben sich jedoch geweigert, einen ordnungsgemäßen Kommunikationskanal einzurichten, obwohl sie von diesen Bedingungen wussten; und

c. um finanzielle Stabilität für die gesamte europäische Fußballfamilie zu schaffen, die derzeit von einer tiefen Krise betroffen ist, die das Überleben vieler Klubs bedroht. Dies wird durch die Verpflichtung der Super League zur Zahlung jährlicher Solidaritätszahlungen, die ein Vielfaches der von der UEFA angebotenen Beträge ausmachen, gezeigt. Zudem hat sich die Super League dazu verpflichtet, die Regeln der finanziellen Nachhaltigkeit durch die Schaffung eines klaren, transparenten und effektiven Kontrollsystems, das von Experten überprüft wird, einzuhalten.

(III) Die Super League wurde von den 12 Gründungsvereinen als einmalige Gelegenheit verstanden, den Fans auf der ganzen Welt das bestmögliche Spektakel zu bieten und das globale Interesse am Sport zu steigern, der vor neuen generationellen Trends steht, die seine Zukunft bedrohen. Auf der anderen Seite sollte sie vor allem den Frauenfußball weltweit voranbringen, eine historische Chance für dessen Förderung.

(IV) Wir sind uns der Vielfalt der Reaktionen auf die Super League-Initiative in vielen verschiedenen Bereichen bewusst und folglich auch der Notwendigkeit, über die Gründe für diese Reaktionen nachzudenken und den vorgeschlagenen Ansatz gegebenenfalls zu überdenken. Es wäre jedoch ernsthaft unverantwortlich, wenn wir angesichts der Nöte und der Systemkrise im Fußballsektor, die uns zur Ankündigung der Super League veranlasst haben, unsere Mission aufgeben würden, effektive und nachhaltige Lösungen und Antworten auf die Probleme zu finden, die den Fußball bedrohen.
 
(V) Wir bedauern zutiefst, dass sich unsere Freunde und Gründungsvereine des Projekts der Super League in einer inkohärenten - und inkonsistenten - Position befinden, nachdem sie gestern bestimmte Verpflichtungen gegenüber der UEFA eingegangen sind. Angesichts der Tatsache, dass die materiellen Probleme, die die zwölf Vereine vor einigen Wochen dazu veranlasst haben, die Super League anzukündigen, nicht verschwunden sind, bekräftigen wir, dass wir aus Respekt vor unserer Geschichte, aus Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern und Fans, für die finanzielle Nachhaltigkeit des Sports und zum Wohle des Fußballs die Pflicht haben, verantwortungsvoll zu handeln und beharrlich nach Lösungen zu suchen, trotz des inakzeptablen Drucks und der Drohungen, die wir weiterhin von der UEFA erhalten.

(VI) Abschließend bekräftigen wir gegenüber der FIFA, der UEFA und allen Interessenvertretern des Fußballs, wie wir es seit der Ankündigung der Super League bereits mehrfach getan haben, unser Engagement und unseren festen Willen, mit gebührendem Respekt, ohne unerträglichen Druck und unter Wahrung der Rechtsstaatlichkeit die geeignetsten Lösungen für die Nachhaltigkeit der gesamten Fußballfamilie zu diskutieren.
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